Dipl. Psych. Susann Franke

Praxis für Psychotherapie
 



Psychotherapie


Eine veränderungswirksame Verhaltenstherapie lebt stets davon, dass Sie sich ein­brin­gen. Ob Sie neugierig, kritisch oder distanziert sind, ohne Ihren Eigenanteil kann eine Ver­än­derung nicht gelingen. Verhaltens­therapie ist eine von den Kassen anerkannte Leistung und wird damit von allen Kassen übernommen. Sie stellt eine wissenschaftliche Behandlungsform seelischer Symptome und Verhaltensauffälligkeiten dar.





In erster Linie geht es darum, diese zu reduzieren und damit die Lebens­qualität deutlich zu erhöhen. Dabei gehen Verhaltenstherapeuten davon aus, dass jedes Symptomverhalten - und dazu gehören auch Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen - im Laufe des Lebens "gelernt" und somit auch wieder "verlernt" bzw. durch neues Verhalten "ersetzt" werden kann.


Symptome

Ich betrachte das Gesamtspektrum der Symptombilder und biete Ihnen mit meinem breit aufgestellten Repertoire die Hilfe­stel­lungen, die es Ihnen erlauben, den Alltag wieder besser meistern zu können. Verstehen Sie mich dabei als eine Art „psychologischer Super­markt“. Manche Vorschläge sprechen Sie direkt an und Sie wollen diese versuchen, an andere muss man sich erst gewöhnen. 


 

Praxis für Psychotherapie - Susann Franke | Essstörungen, Depression, Panik | Königsdorf







Angst und Panik

Unter krankmachender Angst werden Angstzustände verstanden, die Betroffene scheinbar grundlos überfallen und die nicht mehr kon­trol­liert werden können. Allmählich entwickeln die Betroffenen immer mehr Angst vor der Angst, es entsteht ein Teufelskreis. Eine Vielzahl körperlicher Symptome sind Begleiter einer Angststörung, z.B. Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Er­stickungs­gefühl, Schmerzen, Enge in der Brust, Übelkeit, Schwindel, Hitze- oder Kälteempfinden, Taubheits- oder Kribbelgefühle.

Die Behandlung setzt in der Regel am gegenwärtigen Problem­verhalten des Patienten an, das in der Regeln ein Vermeidungs- oder Sicherheitsverhalten ist, wie das Vermeiden von Situationen oder immer das Handy griffbereit zu haben, um im Notfall telefonieren zu können.


Der Schwer­punkt der Behandlung liegt auf einer langfristigen Verän­de­rung der Denk-, Erlebens- und Verhaltensmuster des Patienten. Ziel der Therapie ist die Reduktion bzw. der Abbau des Vermei­dungs­ver­haltens und der Angstreaktion beim Aufsuchen der gefürchteten Situationen.


Die Methode, die sich hier allen anderen Therapie­inter­ven­tio­nen als klar überlegen gezeigt hat, ist die Konfrontation in vivo, d. h. das Aufsuchen der angstauslösenden Situationen. Ein weiteres wesentliches Kennzeichen der Verhaltens­therapie ist das störungsspezifische Vorgehen. Das bedeutet, dass für jede Angstkrankheit spezielle, genau auf diese Störung zugeschnittene Behandlungs­methoden entwickelt wurden.







Depression

Typische Beschwerden depressiver Menschen sind: Niedergeschlagenheit, Inte­res­sensverlust, Freudlosigkeit, Ängste, Hoffnungslosigkeit, Unlust, Selbstzweifel, Selbstabwertung, Schlafstörungen, Appetitverlust, Libidoverlust, Gewichts­ab­nahme, Konzentrationsprobleme, vielerlei körperliche Beschwerden, Antriebs­armut, Arbeitsstörungen, Morgentief mit Tagesschwankungen des Befindens, Selbstmordideen.


Wie ein Auto nicht mit einer leeren Batterie starten kann, so kann ein Mensch mit einer depressiven Erkrankung nicht allein durch Willenskraft aus dem Loch herauskommen.


So geht es zu Beginn sowohl um die Vermittlung eines Verständnisses der Symp­tome, ihrer Behandelbarkeit und ihrer Prognose, als auch um die Vermittlung eines „biopsychosozialen Krankheitsmodelles“ zur Entlastung von Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen und Versagensgefühlen.
Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) analysiert den Zusammenhang von Gefühlen, Gedanken und Verhalten, um dann aus den dabei erkannten Problem­bereichen typische Schwerpunkte anzugehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei schweren und chronischen Depressionen die Therapie mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert wird. Außerdem kann es nötig sein, die Angehörigen (Partner, Familie) phasenweise mit in die Therapie einzubeziehen.







Dis­sozia­tive Stö­rungen

Dissoziative Störungen sind zumeist erkennbarer Ausdruck der innerpsychischen Verarbeitung und Bewältigung traumatischer Erfahrungen oder extremer Belas­tungen und Konflikte. Folgende zentrale dissoziative Störungsbereiche lassen sich unterscheiden: Dissoziative Amnesie. Sie ist charakterisiert durch die Unfähigkeit, sich an wichtige persönliche Informationen oder vergangene Erlebnisse zu erin­nern, die zumeist traumatischer oder belastender Natur sind. Das Ausmaß der Störung ist zu umfassend, um durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärt zu werden. Depersonalisationsstörung. Bei der Depersonalisation kommt es zu einem ständigen oder wiederholt auftretenden subjektiven Gefühl der Fremdheit, Irrealität, Abtrennung und Ungewohnheit dem eigenen Selbst, seinen Handlungen und seiner Umgebung gegenüber. Derealisationsstörung. 


 

Mit Derealisation wird die subjektive Erfahrung von Veränderungen in den räumlichen und zeitlichen Beziehungen der Außenwelt gegenüber bezeichnet, indem z. B. eine bis dahin neutrale Umgebung plötzlich als sehr bekannt (Déjà-vu), befremdlich unbekannt oder aber in anderer Weise (z. B. farblich) verändert erscheinen kann. 


In beiden Fällen bleibt eine intakte Realitätskontrolle erhalten, was die Depersona­lisa­tionsstörung von anderen psychischen Störungen (z. B. der Schizophrenie) un­ter­scheidet. Dissoziative Identitätsstörung. Die Dissoziative Identitätsstörung wurde früher nicht sehr zutreffend als »Multiple Persönlichkeitsstörung« bezeichnet. Sie ist charakterisiert durch das Vorhandensein von zwei oder mehr unter­scheid­ba­ren Identitäten oder Persönlichkeitszuständen, die wiederholt die Kontrolle über das Ver­halten der Person übernehmen. Begleitet wird dies (ähnlich der Amnesie) durch die Unfähigkeit, sich an wichtige persönliche Informationen oder Erlebnisse zu erinnern, die zu umfassend ist, um durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärt zu werden.



Normalerweise kann Dissoziation als ein Mechanismus verstanden werden, der es ermöglicht, verschiedene mentale Prozesse und Inhalte voneinander getrennt zu halten. Unter normalen, nicht pathopsychologischen Bedingungen gilt Dissozia­tion sogar als persönliche Kompetenz, die genutzt werden kann, mehr als eine Aufgabe gleichzeitig auszuführen, selbst wenn sich die notwendigen Handlungen hochkomplex darstellen oder erst mühselig gelernt werden müssen. So können Handlungsroutinen oder Gewohnheiten teilweise oder ganz (dissoziiert) außer­halb der bewussten Verarbeitung gehalten werden, während wir uns mit unserer Aufmerksamkeit gleichzeitig auf zentrale andere Dinge konzentrieren – z. B. wenn wir uns beim Autofahren mit den Mitfahrern unter­hal­ten.

Andererseits kann Dissoziation durch besonders belastende Ereig­nisse, Stress oder Traumata spontan ausgelöst werden und sich als solche der bewussten Kontrolle mehr oder weniger entziehen. Sie dient jedoch in vielen dieser Fälle ebenfalls der Bewältigung jener ursächlichen, teils belastenden Erfahrungen.


 

Die gesamte Behandlung der dissoziativen Störungen wird mit großer Behut­sam­keit und Achtsamkeit erfolgen. Die Therapie der Wahl bei einfachen dissoziativen Störungen, die das Gedächtnis und die Wahrnehmung betreffen (nicht aber das Identitätserleben), ist die Arbeit an den Auslösern, um auf diese Weise eine neue Art der Bewältigung zu erlernen. Diesem Vorgehen liegt die Erfahrung zu Grunde, dass viele Betroffene mehr oder weniger regelmäßig bei Belastungen mit Dis­sozia­tion reagieren und daraufhin eine aktive Auseinandersetzung mit den Auslösern und Belastungen zwecks Bewältigung vermeiden. Sind die Auslöser identifiziert, werden für dissoziative Reaktionen neue Bewältigungsmuster und Lösungs­strate­gien gesucht und eingeübt. Im Schutzraum der Therapie werden die Betroffenen behutsam dazu angeregt, den bisherigen (zumeist vergeblichen) Bewältigungs­mecha­nismus des Vermeidens (oder des «Wegmachens» der Symptomatik, welches jedoch regelmäßig nur neue Dissoziationen provoziert) Stück für Stück aufzugeben und durch andere Bewältigungsstrategien zu ersetzen.







Ess­störung

Von einer Essstörung spricht man immer dann, wenn jemand sein Essverhalten übermäßig stark einschränkt, kontrolliert oder die Kontrolle über das Essverhalten verliert. Die wesentlichen Therapiebausteine sind:


  • Normalisierung des Essverhaltens
  • Behandlung dahinterstehender Schemata
  • Selbstwert und Körpererleben
  • die Entwicklung der Geschlechtsidentität
  • Umgang mit Gefühlen, Impulsivität
  • die Regulation von Nähe und Distanz in Beziehungen, familiäre Konflikte
  • eine starke Leistungsorientierung


 

Ergänzend zu der psychotherapeutischen Einzelbehandlung erfolgen regelmäßige körperliche Untersuchungen. Auch eine Ernährungstherapie kann indiziert sein.


Eine medikamentöse Behandlung bei Begleiterscheinungen bzw. zur Senkung des Essdrucks kann ebenso besprochen werden.


Dabei ist Fluoxetin der einzige Wirkstoff, der in Deutschland zur Behandlung der Bulimia nervosa zugelassen ist.







Persönlich­keits­störung

Persönlichkeitsstörungen sind lang andauernde Auffälligkeiten in den Grund­hal­tungen zur eigenen Person, in zwischenmenschlichen Beziehungen, gegenüber dem Leben und der Welt, die subjektiv als Beeinträchtigungen erlebt werden und objektiv zu Problemen bei der Lebensbewältigung und in sozialen Beziehungen führen. Die Grenzen zwischen einem Persönlichkeitsstil ("Charakter") eines Menschen und Verhaltensweisen, die zur Diagnose einer Persönlichkeitsstörung führen, sind fließend, daher muss die Diagnose anhand genauer, internationaler Richtlinien erfolgen.


Die am häufigsten auftretenden sind die narzisstische, histrione, zwanghafte, ängst­lich-vermeidende, abhängige und die Borderline-Persönlichkeitsstörung (emotional-instabile). Häufig wird die Störung als solche hauptsächlich vom Umfeld wahrgenommen. Die Therapiemotivation ist daher bei diesen Patienten ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Persönlichkeitsstörungen können einen erheblichen Leidensdruck für die Betroffenen und ihre Umwelt bedeuten.







Psychosen

Schizophrene Psychosen sind meist episodisch auftretende Erkrankungen, in deren akuten Phasen die Betroffenen die Realität verkennen. Betroffene haben z. B. die Überzeugung, verfolgt zu werden oder eine wichtige religiöse Aufgabe zu haben. Viele hören Stimmen, die belastende Dinge sagen, obwohl niemand zu­ge­gen ist. Dies geht oft einher mit einer Vielzahl von Gedanken und drängenden Gefühlen mit der Bandbreite von Euphorie und Liebe über Aggressionen bis hin zu sehr starken Ängsten. Viele Betroffene fühlen sich innerlich nicht mehr so stark und haben den Eindruck, andere könnten sie beeinflussen und durchschauen. All diese Erlebnisse führen bei den meisten zu einem Rückzug an sichere Orte. Es fällt oft schwer, das Erlebte anderen mitzuteilen, wodurch die Isolation noch verschärft wird. Nach einer Psychose sind viele Betroffene verzweifelt und suchen nach Grün­den, warum gerade sie diese Erkrankung bekommen mussten. Viele Betrof­fenen benötigen einige Zeit, um sich an die Situation zu gewöhnen und die eigene Lebensplanung anzupassen.


Die Konzentration ist meist direkt nach der Psychose noch nicht wieder voll hergestellt. Geduld und rehabilitative Maßnahmen können bei der Wieder­her­stellung helfen.


Mit Hilfe von antipsychotisch wirksamen Medikamenten gelingt es bei der Mehr­zahl der Betroffenen, die Störungen der Wahrnehmung (z. B. Stimmen hören) oder des Denkens (z. B. Misstrauen) zu reduzieren oder zum Abklingen zu bringen. Darü­ber hinaus ist eine Kognitive Verhaltens­therapie hilfreich, um Rückfällen vorzubeu­gen, mit der veränderten Lebenssituation durch die Erkrankung sinnvoll weiter zu planen und noch bestehende Symptome der Erkrankung in den Griff zu bekom­men. In der Therapie wird mit dem Betroffenen zusammen ein Erklärungs­modell erstellt, wie die Beschwerden aufrechterhalten werden und mit welchen Strategien man sie bewältigen kann.







Körperliche Beschwerden, Schmerzen

Chronischer Schmerz: Erhebliche Schmerzen an unterschiedlichen Körperteilen ohne hinreichend erklärende organische Ursache sind Kennzeichen einer Schmerz­störung. Kopfschmerzen und Schmerzen des Bewegungsapparates sind am häufigsten. Ebenso verbergen sich hierunter aber auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Übelkeit und ähnliches. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn der Schmerz länger als sechs Monate anhält oder immer wiederkehrt. Die subjektive Schmerzwahrnehmung kann auch bei körperlich verursachten Schmerzen negativ, also verstärkend beeinflusst werden. Seelischen Faktoren kommen oft eine entscheidende Rolle zu Beginn, im Verlauf und bei der Chroni­fizie­rung des Schmerzes zu. Der chronische Schmerz ist aber nicht „eingebildet“.


Somatoformen Störungen: Ihnen ist gemeinsam, dass anhaltende, häufig schwer­wie­gende körperliche Symptome ohne eine ausreichende körperliche Erklärung vorliegen, wie z.B. Atemprobleme, Kribbeln, Schweißausbrüche, Übelkeit, Bauch­schmer­zen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Herzrasen, Brustschmerzen, Blähungen, Rückenschmerzen und Hitzewallungen. Auch die sogenannte Hypochondrische Störung, bei der die Patienten wiederholte oder ständige Angst vor körperlichen Erkrankungen haben und sich immer wieder aufs Neue untersuchen lassen, wird als Somatoforme Störung verstanden. Somatopsychische Störungen. Krank­heits­verar­beitungsstörungen, z.B. bei Krebserkrankungen, Transplantationen, Dialyse sowie bei chronischen somatischen Erkrankungen.







Süchte

Im Bereich der Süchte werden die sogenannten stoffgebundenen Süchte, wie Alkohol oder Drogen, von den Verhaltenssüchten, wie Spiel oder Mediensucht, unterschieden.


Kennzeichnend dafür, dass der Konsum krankhaft ist, ist ein starkes Verlangen (Craving) oder eine Art Zwang die Substanz oder das Medium zu konsumieren, die verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch, bezogen auf Beginn, Beendigung oder Menge des Konsums, körperliche Entzugssymptome bei keinem oder reduziertem Konsum.


Konsum um Entzugssymptome abzumildern oder zu vermeiden, Toleranzent­wick­lung gegenüber der Wirkung der Substanz, Einengung auf den Substanz­gebrauch oder anhaltender Substanzkonsum trotz eindeutig schädlicher Folgen sind ebenso Zeichen, dass eine Sucht vorliegt. 


Während der Therapie wird ein Entstehungsmodell erarbeitet, Co-Abhängigkeiten Ange­hö­riger besprochen, Suchtmotive und Suchtfolgen erarbeitet und ein Rückfall- und Krisenplan erstellt.







Trauma

Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervor­rufen würde (Traumatisierung). Typische Beschwerden sind wiederholte, unaus­weich­liche Erinnerungen oder eine Wiederinszenierung des Ereignisses im Ge­dächt­nis, in Tagträumen oder Träumen in Zusammenhang mit einem trauma­tischen Ereignis. Um der Belastung durch die Erinnerungen zu entgehen, ver­suchen viele Patienten, diese zu kontrollieren und zu vermeiden – etwa durch Ablenkung, Unterdrückung von Gedanken an das Trauma oder das Vermeiden von Gesprächen darüber. Häufig wird eine Unfähigkeit berichtet, starke Gefühle (Liebe, Hass) zu empfinden. Weitere mögliche Symptome sind das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, eine allgemeine Übererregtheit, Konzentrations- und Gedächt­nis­probleme, erhöhte Wachsamkeit oder Schreckhaftigkeit, Aggressivität und gewalttätiges Verhalten, Ein- und Durchschlafprobleme. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als sehr effektive Behandlungsform für die PTBS. Sie kann ambulant oder – in sehr schweren Fällen - stationär durchgeführt werden.


 

Zu Beginn der Therapie steht der Aufbau einer guten Beziehung zwischen Thera­peuten und Patient im Vordergrund. Um zu einer angemesseneren Bewertung der Einstellungen und Interpretationen des Traumas zu gelangen, werden die vom Patienten eingesetzten Strategien zur Vermeidung und Kontrolle des Wieder­erle­bens identifiziert und abgebaut. In der diagnostischen Phase werden die indivi­duel­len Symptome, die individuellen Bedingungen zur Entstehung und Aufrecht­erhal­tung der PTB sowie die Interpretation des Traumas erarbeitet. Anschließend werden kognitive Elemente eingesetzt, also solche Elemente, die die Bewertung des Traumas für das Leben des Patienten betreffen. In einer anschließenden Phase wird der Patient gebeten, die Geschehnisse während der Traumatisierung genau und in Ruhe noch einmal durchzugehen (Konfrontation mit den Erinnerungen an das Trauma). Im Rahmen der Verhinderung eines Rückfalles werden gegen Ende der Behandlung wichtige Vorgehensweisen für die Zukunft erarbeitet, die der Patient selbstständig durchführen kann, um z. B. zukünftige kritische Situationen gut meistern zu können.







Zwänge

Personen, die unter einer Zwangsstörung leiden, erleben Gedanken, die ihnen plötzlich in den Sinn kommen und fühlen sich häufig dazu gezwungen, Handlungen auszuführen mit dem Ziel, ein Unheil zu vermeiden und Angst und Anspannung zu reduzieren. Um sicher zu gehen, werden die Handlungen häufig mehrmals hinter­einander ausgeführt. Bei Personen, die eine Zwangsstörung haben, haben diese Gedanken oder Handlungen im Laufe der Zeit ein so großes Ausmaß ange­nom­men, dass die Betroffenen sehr darunter leiden und in ihrer normalen Lebens­füh­rung deutlich eingeschränkt sind. Wissenschaftlich ist belegt, dass die Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwängen die höchsten Erfolge erzielt.


Es kann hilfreich sein, zusätzlich zur Therapie Antidepressiva, insbesondere soge­nannte Serotonin-Wieder­aufnahme­hemmer, in hoher Dosierung einzunehmen. In einer Kognitiven Verhaltenstherapie lernen Patienten, wie ihre Erkrankung ent­stan­den ist, wie sie funktioniert und wie sie aufrechterhalten bleibt. Danach werden sie in der Technik der Exposition mit Reaktionsmanagement geschult. Diese beinhaltet, sich mit den Situationen oder Reizen zu konfrontieren, die üb­licher­weise Zwänge, Anspannung, Angst oder Ekel hervorrufen. Dabei verzich­ten Patienten auf Zwangshandlungen und erlernen stattdessen zwangsfreie Bewälti­gungs­möglichkeiten.







Behandlung

Einzelsitzungen

Zunächst erfolgt die Kontaktaufnahme zum Psychotherapeuten und ein Erst­ge­spräch – die sogenannte Psychotherapeutische Sprechstunde – wird vereinbart. Diese ist seit April 2017 verpflichtend für jeden Patienten, bevor eine weitere Behand­lung erfolgen kann. In diesem wird die Indikation für eine Therapie gestellt. Ebenso ist es in dem Erstgespräch jedoch auch wichtig, den Therapeuten zu betrachten. Können Sie sich vorstellen, sich mir zu öffnen? Denn nur, wenn Sie dies bejahen können, kann eine Veränderung möglich werden. Noch in dem Erst­gespräch wird das weitere Vorgehen besprochen. Die Sitzungen finden regel­mäßig statt, ein Termin dauert 50 Minuten. Später kann die Frequenz gedehnt werden. Es kann nötig sein, von Ihrem Hausarzt einen Bericht anzufordern.


Zwischen den einzelnen Sitzungen sind Sie gefragt, das Besprochene nachwirken zu lassen und umzusetzen. Nur durch gezieltes Üben kann eine nachhaltige Veränderung ermöglicht werden.


Gruppentherapie

Es kann ein wichtiger und notwendiger Schritt sein, seine Potentiale in einer ver­trauens­vollen Gruppenatmosphäre wachsen zu lassen. Dafür biete ich Gruppen­sitzungen zu verschiedenen Themen an:


  • Stressbewältigung und Resilienz
  • Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Entspannungsmethoden
  • Schmerzen
  • Familienaufstellung
  • ACT

Es zeigt sich immer wieder, dass die Effekte des Miteinanders eine Veränderung er­mög­lichen, die schnell im Alltag greift. Zu erleben, dass es Menschen gibt, die das persönliche Leid authentisch nachempfinden können und damit Hilfe­stellun­gen geben können oder man selbst Quell der Inspiration für andere sein kann, durch den Austausch neue Ideen generiert werden ist eine heilsame Selbsterfahrung. Die Selbstachtung wird dadurch gesteigert, ich lerne mich besser verstehen, lerne meine Bedürfnisse zu formulieren und nach diesen zu leben, lerne mich selbst abzugrenzen und „nein“ zu sagen.







Kosten

In der Regel gibt es keine Probleme bei der Beantragung einer Therapie. Bitte klären Sie jedoch vorab mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten übernommen werden und ob noch Kontingente aus einer früheren Therapie zur Verfügung stehen.


  • Gesetzliche Krankenversicherungen: Die Kosten für eine ambulante Psycho­therapie werden bei mir durch alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutsch­land übernommen. Hierfür ist jeweils zum ersten Termin bzw. immer zum ersten Termin im Quartal die Krankenkassenkarte mitzubringen. Eine Überweisung vom Hausarzt ist nicht nötig.
  • Private Krankenversicherungen: Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine ambulante Psychotherapie bei approbierten Psychologischen Psychotherapeuten (es sei denn, dies wurde zuvor explizit ausgeschlossen). Vor Therapiebeginn sollten Sie sich nach ihren individuellen Vertragsbedingungen erkundigen, da diese je nach Tarif sehr unterschiedlich sein können (z.B. Stundenanzahl pro Jahr). Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte.


  • Beihilfe und Postbeamtenkrankenkasse: Eine Kosten­übernahme ist in der Regel problemlos möglich. Nach 5 probatorischen Sitzungen muss ein Antrag gestellt werden, wodurch es zu einer Therapiepause kommt. Nach Genehmigung geht es dann im gewohnten Rhythmus weiter. Abgerechnet wird nach der Gebühren­ordnung für Ärzte.

  • Selbstzahler: Wenn Sie die Therapiekosten selbst tragen oder ein Coaching in Anspruch nehmen möchten, bespreche ich mit Ihnen telefonisch die zu er­war­ten­den Kosten. Eine Psychotherapie selbst zu zahlen, kann sich dann lohnen, wenn Sie sich in Kürze verbeamten oder eine Versicherung (z.B. zur Berufs­un­fä­hig­­keit) abschlie­ßen möchten. Dabei richte ich mich nach der Gebühren­ord­nung für Psychotherapeuten.

  •     Ausfallhonorar: Eine Psychotherapiepraxis arbeitet (an­ders als viele Arztpraxen mit oft vollen Warte­zimmern) auf reiner Bestellbasis. Aus organisatorischen Grün­den werden die Termine für die nächste Sitzung in der Regel eine und oft mehrere Wochen im Voraus vereinbart.  Kurzfristig abgesagte Termine können nur sehr selten noch neu vergeben werden. Da ein Psychotherapeut pro Pa­tien­­ten und Sitzung aber eine ganze Zeitstunde einplant, müssen wir uns als Berufsgruppe mehr als andere gegen das wirtschaftliche Risiko von kurz­fris­ti­gen Ausfällen absichern, da die Krankenkassen diese nicht übernehmen. Daher bitte ich um Verständnis, dass bei kurzfristigen Absagen (weniger als 48 Stun­den vor dem Termin) ein Ausfallhonorar unabhängig vom Grund der Absage (auch bei Krankschreibung) fällig wird (Grundlage § 615 BGB). Das Ausfall­hono­rar für kurzfristig abgesagte Stunden beträgt 100 € pro Sitzung.



 
 
E-Mail
Anruf